🌌 PK 104-29.1 – Jones 1

Jones 1 (PK 104-29.1) ist ein großer, aber extrem lichtschwacher planetarischer Nebel im Sternbild Pegasus. Er gehört zu den älteren Exemplaren seiner Art und zeigt eine ringartige Struktur, die in Schmalbandfiltern sichtbar wird.

🔭 Grunddaten

Merkmal Wert
📘 Typ Planetarischer Nebel
🌌 Sternbild Pegasus
📏 Entfernung ca. 2.300 Lichtjahre
📐 Größe am Himmel ca. 6′ × 5′
🌠 Größe in Lichtjahren ca. 4 Lichtjahre
💡 Magnitude (visuell) ca. 12,0 mag (Oberflächenhelligkeit sehr gering)
🧾 Kataloge PK 104-29.1, Jones 1, PN G104.2-29.6
🗺️ RA (J2000) 23h 35m 53s
🗺️ DEC (J2000) +30° 27′ 09″

🌟 Besonderheiten

  • 🌀 Entdeckung:
    Jones 1 wurde 1941 von der US-amerikanischen Astronomin Rebecca Jones entdeckt.

  • 🪐 Struktur:
    Zeigt eine ringartige Hülle aus ionisiertem Gas, die in Hα und OIII sichtbar ist.
    OIII-Emission ist besonders dominant und verleiht ihm in Astrofotos eine bläulich-türkise Färbung.

  • ⏳ Fortgeschrittener Nebel:
    Jones 1 ist bereits relativ weit expandiert, was auf ein hohes Alter des Nebels hinweist.
    Seine Hülle ist diffus und filamentartig, ähnlich wie beim Medusa-Nebel (Abell 21).

  • 🌟 Zentralstern:
    Sehr schwach, ca. 16. Größe – nur schwer erkennbar, aber er ist der Überrest des ursprünglichen Sterns, der seine Hülle abgestoßen hat.

📸 Astrofotografie-Tipps (AI Generiert)

Filtertyp Wirkung / Empfehlung
OIII Dominant, zeigt den Ring sehr deutlich
Ergänzt, bringt äußere Strukturen hervor
SII Schwach, optional für SHO

📸 Technikempfehlung:

  • Brennweite:
    600–1000 mm für Übersicht, >1200 mm für Detailaufnahme

  • Belichtungszeit:
    Sehr schwach → mindestens 15–20 h in Schmalband empfohlen

  • Dualbandfilter:
    Funktioniert sehr gut, da Hα und OIII beide enthalten sind

  • Bearbeitung:
    Hintergrund stark strecken, Sternreduktion nötig, um die feinen Strukturen sichtbar zu machen

🔭 Beobachtungstipps

  • 🕰️ Beste Zeit:
    September bis November, wenn Pegasus im Zenit steht

  • 🔭 Sichtbarkeit:

    • Nur fotografisch sinnvoll erfassbar

    • Visuell: ab 12–14" Öffnung + OIII-Filter unter sehr dunklem Himmel evtl. als schwacher, diffuser Schimmer erkennbar

    • Kein Vergleich mit helleren planetarischen Nebeln wie M27 oder M57

  • Position:
    Liegt im Sternbild Pegasus, nordwestlich von Algenib (γ Peg), in einem relativ sternreichen Feld – ohne genaue Koordinaten schwer auffindbar

  • Teleskop: Celestron C8 SCT
  • Kamera: Player One Poseidon M-Pro
  • Montierung: Skywatcher CQ350-Pro
  • Nachführungsteleskop: Celestron C8 SCT via PlayerOne OAG FHDmax
  • Nachführungskamera: ZWO ASI 174MM mini
  • Filter:
    • Antlia V-Pro L, R, G, B
    • Antlia Edge 4.5nm OIII, (Antlia Edge 4.5nm Ha)
  • Zubehör:
    • Starizona Reducer f/7 (1460mm)
    • Player One Phoneix Wheel (7x 36mm)
    • Player One FHD max OAG
    • ZWO CAA
    • Celestron Autofocuser
    • Celestron 8" Dewheater Ring
    • Celestron 8" Aluminium Dewshield
    • Primaluce Lab Eagle 6
    • Primaluce Lab Ecco 2
  • Software:
    • N.I.N.A.
    • PixInsight

Obwohl Jones 1 über eine H-alpha Emission verfügt und ich auch eine Nacht in H-alpha aufgenommen habe ist dieses Bild ohne den H-alpha Daten. Grund: Nach einer "Kontinuum Subtraktion ist vom H-alpha nichts mehr übrig geblieben).

  • Ort: Winterthur, Garten
  • Datum:
    • 18.08.2025: 21x 300s (Oiii)
    • 24.08.2025: 35x 300s (Oiii)
    • 25.08.2025: 47x 300s (Oiii)
    • 31.08.2025
      • 24x 120s (R)
      • 22x 120s (G)
      • 23x 120s (B)
  • Total: 10h 53min
    • 103x 300s (Oiii): 8h 35min
    • 24x 120s (R): 48min
    • 22x 120s (G): 44min
    • 23x 120s (B): 46min
  • Kamera Einstellungen
    • Bin 1x1
    • Gain: 0
    • Offset: 30
    • Sensor Temperatur: -10°C

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