Juni 25

Backfocus und Feldkrümmung

Focus auf Aberration / Feldkrümmung

Die letzten Sessions waren der Montierung gewidmet. Nachdem Kamera, Filter, Off-Axis-Guider neu sind, musste ich natürlich den korrekten Abstand von Sensor zu Reducer/Flattener wieder einstellen.
Normalerweise zeichne ich hierfür in Fusion 360 meine Komponenten und setzte diese so zusammen das die vom Hersteller abgegebene Distanz stimmt. Das habe ich auch dieses Mal gemacht, jedoch sah es in der ersten Nacht so aus als ob ich komplett falsch liege. Der Aberration Inspektor schrieb “ADD SPACERS” – ich habe die Werte selber nicht genau angeschaut und geglaubt was N.I.N.A. mir da sagt und bin so statt mit 33-34mm mit 38mm gestartet.

Vorbereitung und Dokumentation für später

3D Dartellung des Image Trains mit der Poseidon M Pro
2D Zeichnung des Image Trains mit der Poseidon-M Pro

Alles Anders Rum

Wie soll ich sagen. Ich wusste das die Daten aus der ersten Nacht nicht besonders gut waren und ich daher dem Aberration Inspektor nicht 100% trauen kann. Daher habe ich eine Grafik zur Hand genommen, die zeigt ob der Kamera Sensor zu nah oder zu weit weg ist vom Teleskop/Reduzierer. Leider hat mich die Grafik zusammen mit einer Testaufnahme auch in die Irre geführt und ich habe im Verlauf dieser Session schön brav immer hinzugefügt.

Ganz klar zu sehen, die Sterne zeigen von allen Seiten nach INNEN in die Bildmitte

Ein Irrtum wie sich in der heutige Nacht herausgestellt hat. Ich habe leider nicht genau genug auf die Sterne geschaut (oder Zahlenwerte im Report) sonder immer nur auf den Infotext im Ergebnis der Analyse  und nur auf die Info   “try ADDING / REMOVING SPACERS” geachtet.

38mm

39mm

41mm

An dieser Stelle ist mir der Knopf aufgegangen und ich hab nicht nur die Sterne genauer angeschaut, sondern auch die Zahlenwerte in der Historie der “Tilt Adjustments”. Klar zu erkennen hat sich das Bild mit jeder Vergrösserung des Abstands verschlechtert. Ich habe hier nur 3 Durchläufe gezeigt. Tatsächlich bin ich in 0.5mm Schritten vorgegangen. Immer wieder raus zum Teleskop, den Reducer mit OAG, Filterrad und Kamera aus dem Teleskop gezogen, die dünne Scheiben untergelegt oder gar die Adapter getauscht.

Am Schluss habe ich dann bei 34mm die bisher besten Resultate erzielt. Diese sind noch mit Vorsicht zu geniessen, da der Model-Fit noch zu tief war. Genau mit Pixinsight oder ASTAP oder dem CCDInspector visualisiert müsste ich sogar nochmals 0-5-1mm weg nehmen. Das hebe ich mir auf für die nächste klare Nacht, welche leider wieder einmal auf sich warten lassen wird.

Ganz zum Schluss hat es sogar noch gereicht SH-2 86 in H-alpha etwas zu belichten und so auch das Guiding nochmals zu testen.

 

Kleine Vorschau – SH2-86 in H-alpha

Skycam

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